Themenkompass zur Landtagswahl 2026

Klima und Umwelt

Was steht in den Wahlprogrammen der Parteien?

Hier findest Du zentrale Aussagen aus den Wahlprogrammen kompakt und übersichtlich nebeneinandergestellt. Die Reihenfolge der Parteien richtet sich nach dem Wahlergebnis der Landtagswahl 2021.

Detailliertere Informationen zu den Standpunkten und Vorhaben der einzelnen Parteien finden sich in den Zusammenfassungen der Wahlprogramme.

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Klima

Klimaneutralität 2040 vor allem durch Emissions-Einsparungen

Die Grünen halten an der Klimaneutralität 2040 fest und auch an den verbindlichen Sektorzielen. Sie setzen dabei vor allem darauf, Emissionen einzusparen. Das Abfangen von CO2 soll die Ausnahme bleiben. Klimaschutz soll nach dem Willen der Partei im Landesentwicklungsplan verankert und zur Pflichtaufgabe für Kommunen werden.

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Klimaneutralität wohl später, Fokus auf Zertifikatehandel

Die CDU kündigt an, Klimavorgaben von Bund und EU „künftig eins zu eins“ umzusetzen. Das dürfte bedeuten, dass Baden-Württemberg erst 2045 (wie im Bund) und nicht schon 2040 (wie bisher geplant) klimaneutral werden soll. Den Fokus legt die Union auf die Bezahlbarkeit der Klimaschutzmaßnahmen und den europäischen Zertifikatehandel. Für das Abscheiden, Speichern und Nutzen von CO2 will die Partei die notwendige Infrastruktur schaffen.

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„Aufholkurs“ für Klimaneutralität 2040 angekündigt, Klimafolgenanpassung im Blick

Für die SPD bleibt die Klimaneutralität bis 2040 das Ziel. Die Partei spricht einen „Aufholkurs“, unter anderem durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Unterstützung für die E-Mobilität. Um die Klimafolgenanpassung zu verbessern, will die Partei präventive Maßnahmen wie Hochwasserschutz und das Schwammstadt-Prinzip stärken.

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Klimaneutralität erst 2050, für Speicherung und Nutzung von CO2

Die FDP will das baden-württembergische Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein, um zehn Jahre auf 2050 nach hinten schieben, weil dem Land wichtige Gesetzgebungskompetenzen fehlten. Zudem macht sich die Partei für technologische Lösungen stark, zum Beispiel die Speicherung bzw. Weiternutzung von Kohlendioxid. 

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Klimaschutz aus AfD-Sicht „weder notwendig noch überhaupt möglich“

Für die AfD steht fest: „Eine Klimakrise existiert nicht.“ Es gebe zwar Klimaveränderungen, doch das sei ein „natürlicher Prozess“. Vom Menschen verursachte CO2-Emissionen seien „nicht der Treiber“. Auch habe die Häufigkeit von Extremwetterereignissen zuletzt „nicht zugenommen“. Dementsprechend ist Klimaschutz aus AfD-Sicht „weder notwendig noch überhaupt möglich“. 

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„Netto-Null-Emissionen bis 2035“ geplant

Die Linke fordert „Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2035“ – das geht über den aktuellen Plan des Landes hinaus. Jedes Jahr sollen die Emissionen um zehn Prozent sinken, so das Wahlprogramm. Dazu schlägt sie eine Reihe von Maßnahmen in den Bereichen Mobilität und Energie vor. Das Speichern von CO2 soll aus Sicht der Linken keine Rolle spielen.

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Umwelt

Moore und Feuchtwiesen erhalten und Trinkwasser sichern

Die Grünen wollen die ökologische Vielfalt Baden-Württembergs „mit aller Kraft“ schützen. Dazu wollen sie Moore und Feuchtwiesen erhalten. Eine Wasserversorgungsstrategie soll das Trinkwasser sichern. Den Biotopverbund wollen die Grünen ausbauen, die Wälder „fit für die Zukunft“ umbauen und Luftverschmutzung reduzieren.

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Waldstrategie weiter entwickeln und mehr Flexibilität für Landwirtschaft

Die CDU will landwirtschaftlichen Betrieben mehr Flexibilität ermöglichen im Zusammenhang mit nachhaltiger Bewirtschaftung. Die Waldstrategie will die CDU weiterentwickeln und die Streuobstkonzeption stärker unterstützen. Die Trink- und Brauchwasserversorgung ist aus CDU-Sicht eine zentrale Aufgabe. Hier plant sie zum Beispiel eine dezentrale Wasserrückhaltung.

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Mehr Wälder und Schutz für Biodiversität

Die SPD will Biodiversität schützen und Moore, Wälder und Gewässer unterstützen. Die Waldfläche soll wachsen und die Wälder an das wärmere Klima angepasst werden. Die Landwirtschaft ist für die SPD beim Umweltschutz „Partnerin, nicht Gegnerin“. 

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Gegen „übermäßigen“ Schutz von nicht heimischen Arten

Die FDP plädiert dafür, Arten- und Naturschutz mit den Interessen von Landwirtschaft, Infrastruktur und Wirtschaft zusammen zu denken. So ist sie gegen den „übermäßigen“ Schutz von Arten, die nicht heimisch und nicht bedroht sind.

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Wasser, Luft und Böden als „lebenswichtige Allgemeingüter“

Unter anderem „sauberes Wasser, reine Luft und fruchtbare Böden“ betrachtet die AfD laut ihrem Wahlprogramm als „lebenswichtige Allgemeingüter“, deren Schutz sie priorisiere. Die Landwirtschaft sei dabei wichtigster Pfeiler des Arten- und Biotopschutzes. Für den „Erhalt des Kulturgutes Wald“ kündigt die AfD einen „ganzheitlichen Ansatz“ an.

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Land- und Forstwirtschaft transformieren, mehr Naturschutzgebiete

Die Linke fordert eine Transformation von Land- und Forstwirtschaft mit Verweis auf den „Erhalt einer gesunden Umwelt“. Die Wälder will die Linke widerstandsfähiger machen, Naturschutzgebiete ausweiten und trockengelegte Moorgebiete renaturieren.

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Auf dieser Seite aufgeführt sind die derzeit im Landtag vertretenen Parteien sowie alle Parteien, die in aktuellen Wahlumfragen bei 3,5 Prozent oder mehr stehen. 

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