Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU
Die neue Landesregierung und was sie vorhat

Die Grünen und die CDU haben sich nach der Landtagswahl 2026 auf eine neue gemeinsame Landesregierung für Baden-Württemberg geeinigt.
Dies ist aber nicht einfach eine Fortsetzung der Koalition, die seit 2016 in Baden-Württemberg entscheidet. Zum einen ist der Ministerpräsident neu: Cem Özdemir folgt auf Winfried Kretschmann, der nach 15 Jahren im Amt nicht erneut zur Wahl angetreten war. Zum anderen haben sich die Kräfteverhältnisse deutlich verändert: Beide Parteien sind mit gleich vielen Mandaten im Landtag vertreten, auch wenn die Grünen die Wahl knapp gewonnen haben.
Die Zusammensetzung des Kabinetts soll diesen neuen Verhältnissen Rechnung tragen: Die Grünen besetzen neben dem Ministerpräsidenten nur noch fünf weitere Ministerien, die CDU sechs. Und auch im Koalitionsvertrag finden sich Kernthemen beider Parteien.
Wer in Baden-Württemberg Ministerin und Minister geworden ist und welche Inhalte der Koalitionsvertrag ankündigt, darüber informiert diese Seite.
Das war die Landtagswahl 2026

Wahl 2026: Die wichtigsten Ergebnisse
Grüne knapp vor der CDU, die AfD legt zu, die SPD verliert – und Linke und FDP verpassen den Sprung in den Landtag.
Wie setzt sich der neue Landtag zusammen?
Wie viele Frauen sind im neuen Landtag, wie alt sind die Abgeordneten? Und: Warum hat der Landtag nun 157 Sitze?
Wer hat wie gewählt bei der Landtagswahl?
Wie haben die Menschen in Baden-Württemberg gewählt – nach Alter, Geschlecht und nach Region? Ein Überblick.
Die Landesregierung
Ministerinnen und Minister nach der Landtagswahl 2026
Der Koalitionsvertrag legt auch fest, welche Ministerien es in Baden-Württemberg geben soll – und welche Partei diese Ressorts besetzt.
Wer besetzt welches Ministerium?
Die Verteilung zwischen Grünen und CDU
Die neue Landesregierung kam am 13. Mai ins Amt.
Unter den Ministerinnen und Minister waren schon vor der Vereidigung einige bekannte Namen. Mit Danyal Bayaz, Thekla Walker, Petra Olschowski und Nicole Hoffmeister-Kraut behalten vier Minister:innen aus dem vorigen Kabinett ihr Ressort. Auch Theresa Schopper, Nicole Razavi und Marion Gentges waren schon von 2021 bis 2026 Teil der Landesregierung, allerdings in anderen Ministerien.
GRÜNE | CDU | ||
|---|---|---|---|
| Ressort | Person | Ressort | Person |
| Ministerpräsident mit Staatsministerium [1] | Cem Özdemir | stv. Ministerpräsident, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa | Manuel Hagel |
| Ministerium für Finanzen | Danyal Bayaz | Ministerium der Justiz und für Migration | Moritz Oppelt |
| Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft | Thekla Walker | Ministerium für Kultus | Andreas Jung |
| Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst | Petra Olschowski | Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus | Nicole Hoffmeister-Kraut |
| Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit | Oliver Hildenbrand | Ministerium für Verkehr | Nicole Razavi |
| Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen | Theresa Schopper | Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat | Marion Gentges |
[1] Die Grünen besetzen auch das Amt des Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund sowie eine Staatsrätin bzw. einen Staatsrat
Außerdem regelt der Koalitionsvertrag: Die Grünen behalten das Amt des Ministerpräsidenten über die gesamte Legislaturperiode hinweg – auch dann, wenn z.B. einzelne Abgeordnete die Fraktion wechseln und sich damit die Mehrheitsverhältnisse im Landtag ändern sollten.

Die neue Landesregierung im Überblick
Hier finden Sie eine ausführliche Übersicht der Landesregierung ab 2026 mit Kurzbiografien der Ministerinnen und Minister. Weiterlesen
Der Koalitionsvertrag 2026
Was Grüne und CDU für Baden-Württemberg planen
„Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ nennen Grüne und CDU ihren dritten gemeinsamen Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg. Mehr als 160 Seiten ist das Dokument lang, in dem beide Parteien die Grundlagen für ihre Regierungszusammenarbeit legen.
Sowohl die Grünen als auch die CDU haben bei Parteitagen am 9. Mai dem Vertrag zugestimmt.

Koalitionsvertrag „Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“
zum Download auf der Website der Grünen Baden-Württemberg (PDF) bzw. der CDU Baden-Württemberg (PDF).
Wirtschaft
Wirtschaft

Koalitionsvertrag setzt Priorität auf Wirtschaft
Einer der ersten Sätze des Koalitionsvertrags lautet: „Unsere Prioritäten in Politik, Verwaltung und Gesetzgebung sind eine prosperierende Wirtschaft, eine erfolgreiche und wettbewerbsfähige Industrie, die Rückkehr auf den Pfad des Wachstums und gute Arbeitsplätze.“
Einsatz für „Auto der Zukunft aus Baden-Württemberg“ – aber nicht nur
„Baden-Württemberg ist Autoland“, heißt es im Koalitionsvertrag. Die Parteien wollen „alles dafür tun, dass das Auto der Zukunft weiterhin hier entwickelt und produziert wird“.
Arbeit

Bessere Bedingungen für Frauen, Schulabgänger und internationale Fachkräfte geplant
Den „Fleiß und die Schaffigkeit unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ nennt der Koalitionsvertrag als Faktoren, die Baden-Württemberg „immer stark gemacht“ hätten. Entsprechend will der Vertrag eine Politik, die Arbeitsplätze sichert und neue schafft und die Rahmenbedingungen für „Fachkräfte auf allen Ebenen“ verbessert.
Um mehr Frauen in Beschäftigung zu bringen, will die Koalition Kinderbetreuung, Pflegeinfrastruktur und Teilzeitausbildung verbessern. Unqualifizierte Schulabgänger sollen mit Programmen wie „Ausbildungsvorbereitung dual“ an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Die Koalitionsparteien wollen außerdem Langzeitarbeitslose durch Qualifizierungsangebote stärker in Beschäftigung bringen.
Soziales
Gesundheit

Mit Studienplätzen gegen Ärztemangel, Stärkung der mentalen Gesundheit
Mehr Geld für Krankenhäuser: Die neue grün-schwarze Koalition will die Investitionskostenförderung schrittweise erhöhen und zusätzlich Mittel für den Krankenhaustransformationsfonds bereitstellen. Um dem Ärztemangel zu begegnen, planen die Parteien 170 zusätzliche Humanmedizin-Studienplätze, ein Teil davon für die Landarztquote, die um eine Kinderarztquote ergänzt werden soll.
Pflege: Mehr Kurzzeitpflegeplätze und mehr Fachkräfte
Die grün-schwarze Koalition will Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflegeangebote „entschlossen“ und „flächendeckend“ ausbauen und so An- und Zugehörige zu entlasten. Mehr Kurzzeitpflegeplätze sollen Angehörige in Notfällen und Krisensituationen entlasten.
Wohnen

Mehr Wohnraum und „HeimVorteil BW“ sollen für Entlastung sorgen
Beim Thema Wohnen setzt die neue Landesregierung auf Wohnraumschaffung. Dazu zählt der Koalitionsvertrag nicht nur Neubau, sondern auch „Umbau, Umnutzung, Modernisierung und Aktivierung von Leerstand“.
Ein neuer „BW-Standard“ soll Bauen und Umbauen einfacher und günstiger machen. Mit einem „Belastungsmoratorium“ im Baurecht wollen Grüne und CDU zusätzliche Vorgaben verhindern. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen schneller und einfacher werden.
Familie

Masterplan soll zur Landesstrategie werden
Familien will die grün-schwarze Koalition stärken, denn sie seien „der Ort, an dem Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“. So will sie Familienbildung und das Landesprogramm „STÄRKE“ weiterentwickeln und familienfreundliche Strukturen in Kommunen stärken.
Die Koalition kündigt auch an, den Landesfamilienpass attraktiver zu gestalten und „Bedarfe kinderreicher Familien, z. B. bei Wohnen, sozialer Teilhabe und Mobilität stärker in den Blick“ zu nehmen.
Bildung & Forschung
Bildung

Alle Kinder müssen ein Jahr in den Kindergarten
Ein verpflichtendes, kostenloses letztes Kindergartenjahr für alle – das ist eine der zentralen Ankündigungen des Koalitionsvertrags. Bislang war der komplette Kindergartenbesuch freiwillig.
Ethik-Unterricht in der Grundschule und keine private Handynutzung
„Wir haben uns darauf verständigt, in dieser Legislatur keine Schulstrukturdebatte zu führen“, heißt es im Koalitionsvertrag. So soll die „Grundschulempfehlung 2 aus 3“ ausdrücklich bleiben.
Kostenfreies Mittagessen und mentale Unterstützung geplant
Ab Sommer 2026 greift der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Das Geld dafür will die künftige Koalition im Landeshaushalt verankern, betont aber die Wahlfreiheit der Eltern. Beginnend an Grundschulen im Startchancen-Programm im Ganztag will die grün-schwarze Koalition ein kostenfreies Mittagessen in der vorhandenen Infrastruktur finanzieren.
Studium & Wissenschaft

Verlässliche Finanzierung und neue Studienmodelle
„Wissenschaftsfreiheit ist für uns unverhandelbar“, stellt der Koalitionsvertrag klar. Die Koalition verspricht verlässliche Finanzierung und internationale Vernetzung für Hochschulen und Forschung. Die Hochschulfinanzierung soll über 2031 hinaus verlässlich gesichert werden.
Fokus auf wirtschaftliche Umsetzung der Forschungsergebnisse
Einen Schwerpunkt legt der Koalitionsvertrag darauf, das an Hochschulen entstehende Wissen in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Praxis zu bringen. So sollen die Innovationscampusmodelle weiterentwickelt werden. Dies sind Kooperationen zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Mobilität und Ländlicher Raum
Mobilität

„Vision Zero“ als Ziel, Schnellladenetz für E-Mobilität geplant
„Wir werden für alle Verkehrsträger Infrastruktur ausbauen und in diese investieren, um die Erreichbarkeit im ganzen Land sicherzustellen“, verspricht der Vertrag. Ziel sei „ein leistungsfähiges Netz aus Straßen, Schienen, Radwegen und Wasserstraßen als Rückgrat unserer Wirtschaft“.
ÖPNV: Festhalten an Deutschlandticket, Verbesserungen auf Schiene und On-Demand geplant
Einen „konsequenten Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs“ kündigt der Koalitionsvertrag an. „Taktverdichtungen, attraktive Anschlüsse, die Erreichbarkeit von Gewerbegebieten, neue Strecken und Fahrzeuge sorgen für Qualität.“
Güterverkehr „entscheidend“, Unterstützung für Stuttgarter Flughafen
Ein „moderner, schneller und zuverlässiger Güterverkehr auf der Straße, der Schiene und der Wasserstraße“ sei entscheidend, stellt der Koalitionsvertrag fest.
Infrastruktur

Flächendeckendes Glasfasernetz, 6G als Chance
„Wir machen Baden-Württemberg zu einem Land, in dem Infrastruktur als zentrale Zukunftsinvestition verstanden wird“, kündigt der Vertrag an. Dazu gehören neben Verkehr und Energie weitere Bereiche. So heißt es im Bereich der Klimaanpassung: „Wir sorgen für mehr Tempo beim Bau neuer Hochwasserrückhaltebecken und Dämme. Hochwasserschutz hat für uns Vorrang.“ Die Strategie zum urbanen Wasserressourcenmanagement wollen die Parteien „weiterentwickeln“ und „Schwammstadtprojekte mit integralen und innovativen Lösungen“ unterstützen. Eine ressortübergreifende Taskforce soll den Stromnetzausbau beschleunigen.
Ländlicher Raum

Förderung für „Junges Wohnen“, nachhaltige Mobilität und medizinische Versorgung
Die ländlichen Räume bezeichnet der Koalitionsvertrag als „das Rückgrat Baden-Württembergs“. Dort wollen Grüne und CDU „den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Stärke und die hohe Lebensqualität“ sichern, der Anspruch seien „gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land“.
Energie und Klima
Energie

Erneuerbare Energien, synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff
Die Regierungsparteien haben sich darauf verständigt, die Energieversorgung zu diversifizieren und von fossilen Energieimporten unabhängiger zu machen. Zum Vorhaben gehört auch der Ausbau erneuerbarer Energien, der Energieinfrastruktur sowie ein verstärkter Fokus auf Energieeffizienz. Eine ressortübergreifende Task Force Netzausbaubeschleunigung soll die Stromnetzinfrastruktur voranbringen.
Klima

Mehr Flexibilität beim Erreichen der Klimaschutzziele für 2040
Als Leitgedanken im Bereich Klimaschutz findet sich im Koalitionsvertrag die Formulierung, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören. Klimaschutz diene nicht nur der Schadensabwehr, sondern könne auch Innovationsmotor und Wachstumstreiber sein. Erklärtes Ziel müsse daher sein, dass in Baden-Württemberg zentrale Zukunftstechnologien entwickelt, produziert, exportiert und in die Anwendung gebracht werden.
Umwelt

Fokus auf Wasserschutz und Biodiversität
Im Bereich Umwelt hat sich die Koalition mit dem Erhalt der Biodiversität und dem Schutz von Gewässern und Trinkwasser zwei Schwerpunkte gesetzt. Das Biodiversitätsstärkungsgesetz möchte sie konsequent umsetzen, invasive Arten frühestmöglich bekämpfen. Zur Bekämpfung invasiver Arten wie Nilgans und Waschbär soll eine Taskforce gegründet werden. Außerdem werde geprüft, ob künftig auch Biber und Saatkrähe bejagt werden können.
Innen- & Sicherheitspolitik
Inneres

Ausweitung von KI-basierter Videoüberwachung und mehr Polizeipräsenz
Die Koalition kündigt an, die Sicherheitsbehörden personell, materiell und rechtlich stärken zu wollen. Die Fortsetzung der „Einstellungsoffensive“ soll eine erhöhte Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit ermöglichen. Mehr Personal verspricht die Koalition auch für das Landesamt für Verfassungsschutz, insbesondere in den Bereichen Spionage- und Cyberabwehr.
Bevölkerungsschutz

Resilienz auf allen Ebenen stärken
Im Koalitionsvertrag hält Grün-Schwarz fest: Bevölkerungsschutz muss vor allem vor Ort funktionieren. Daher gelte es, die unteren Katastrophenschutzbehörden zu stärken. Orientieren möchte sich die Regierung an den Empfehlungen der Enquete-Kommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des Landtags von Baden-Württemberg, um die Resilienz auf allen Ebenen zu stärken.
Justiz

Mehr Bürgernähe, Opferschutz und Verfolgung von Finanz- und Wirtschaftskriminalität
Die Koalitionäre haben sich vorgenommen, die Justiz in Baden-Württemberg personell, technisch, organisatorisch und in puncto Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit voranzubringen. Das erklärte Ziel ist mehr Bürgernähe und Transparenz. Über ein neues landesweites Serviceportal sollen Dienstleistungen, Verfahren und Zuständigkeiten übersichtlich vermittelt werden. Zudem sollen Sachentscheidungen der Obergerichte anonymisiert veröffentlicht werden.
Steuern und Finanzen
Finanzen

Bekenntnis zur Schuldenbremse. Stabilisierung der Finanzlage der Kommunen
Die grün-schwarze Koalition bekennt sich zur Schuldenbremse und kündigt an, „erforderliche Investitionsausgaben im Haushalt priorisieren zu wollen“. Angesichts enger finanzieller Spielräume müssten öffentliche Mittel effizient und wirkungsorientiert eingesetzt werden. Den Fokus der Mittelverwendung wolle man auf den Outcome, d. h. die spürbare Veränderung für Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung richten.
Bevölkerung
Migration

Ordnen, steuern und begrenzen
Ihren Ansatz in der Migrationspolitik beschreibt die Koalition mit den Schlagworten ordnen, steuern und begrenzen. Für die geordnete Zuwanderung von Fachkräften soll es klare Regelungen geben. Die neu geschaffene Landesagentur für Zuwanderung von Fachkräften soll qualitativ gestärkt werden, um zügige Verfahren zu ermöglichen und Bürokratie abzubauen. Auch die Prozesse in den Ausländerbehörden sollen optimiert werden. Insbesondere gelte es zu verhindern, dass Menschen ihre Arbeit verlieren, weil ihre Arbeitserlaubnis nicht schnell genug erneuert wird.
Integration

Beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und Fachkräftestrategie
Zentrale Förderinstrumente zur Integration sollen verstetigt werden, Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen beschleunigt werden, und die Arbeitsmarktintegration von Frauen soll gezielt „gefördert werden“ (etwa durch bessere Angebote der Kinderbetreuung und die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung).
Demokratie & Gesellschaft
Demokratie

Weiterführung der „Politik des Gehörtwerdens“
Die Koalition betont die Vorzüge der repräsentativen Demokratie als „Garant von Stabilität und Rechtsstaatlichkeit“ und würdigt bürgerschaftliches Engagement. Die „Politik des Gehörtwerdens“ sowie bewährte Formen der dialogischen Bürgerbeteiligung wolle man fortführen und weiterentwickeln. Bürgerbegehren und Bürgerentscheide sollen flexibler gestaltet werden. Mit der Einführung der Möglichkeit einer Stichfrage soll zudem die Möglichkeit geschaffen werden, über konkurrierende Vorlagen abzustimmen.
Modernisierung und Entbürokratisierung der Verwaltung
Der Bürokratieabbau als erklärtes Ziel der Koalition betrifft auch die Verwaltung. Die Verwaltung soll modernisiert, dereguliert, digitalisiert und bürgernäher werden. Im Koalitionsvertrag ist von einer Verwaltungskultur die Rede, die von Eigenverantwortung geprägt ist.
Kultur & Medien

Verlässliche Unterstützung des Kulturbereichs. Unterstützung für ein Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche
Im Koalitionsvertrag wird der Anspruch formuliert, niedrigschwellige Zugänge zu Kultur für alle zu ermöglichen. Den Kulturbereich möchte Grün-Schwarz „stärken und vernetzen“. Geschehen soll dies u. a. auf dem Wege eines Kulturdialogs mit Kommunen, Kulturschaffenden aus allen Sparten und externen Experten.













