Spitzenkandidierende in Baden-Württemberg
Wer führt welche Partei in den Wahlkampf?

Wer führt welche Partei in den Landtagswahlkampf, wer kandidiert für das Amt des Ministerpräsidenten? Diese Seite bietet einen Überblick über die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026, ihre jeweiligen Werdegänge und politischen Karrieren.
Hinweis: Wir stellen die Spitzenkandidat:innen derjenigen Parteien vor, die bereits im Landtag vertreten sind, sowie derjenigen Parteien, die realistische Chancen auf einen Einzug in den Landtag haben. Allerdings haben nicht in allen Fällen die entsprechenden Gremien schon final entschieden. Änderungen sind also noch möglich. Die Reihenfolge der Darstellung ergibt sich aus den Wahlergebnissen der Landtagswahl 2021.
Die Grünen: Cem Özdemir

Cem Özdemir ist ein grünes Urgestein. Seit über 40 Jahren ist er bei den Grünen aktiv. Bei seiner Nominierung als Kandidat der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten in Heidenheim am 24. Mai 2025 setzte Özdemir stark auf wirtschaftliche Themen und erhielt 97 Prozent der Stimmen auf der Landesdelegiertenkonferenz.
Mit seinem Wechsel in die Landespolitik setzt der prominente Vertreter des Realoflügels vorerst einen Schlusspunkt unter seine jahrzehntelange bundespolitische Karriere. Zuletzt war er von Dezember 2021 bis Mai 2025 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, als erster Bundesminister mit türkischen Eltern.
Geboren und aufgewachsen in Bad Urach
Özdemir wurde im Dezember 1965 in Bad Urach geboren. Er betont häufig seine schwäbischen Wurzeln und bezeichnet sich selbst als „anatolischen Schwaben“. Seit Herbst 2024 ist er Ehrenbürger seiner Geburtsstadt. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er eine Erzieherausbildung und schloss auf dem zweiten Bildungsweg ein Studium der Sozialpädagogik an. Als 18-Jähriger erwarb er die deutsche Staatsbürgerschaft, schon zuvor trat er mit 16 Jahren den Grünen bei. Er engagierte sich für Natur- und Umweltschutz in seiner Heimatregion, aber auch für den Erhalt der Ermstalbahn.
Von 1989 bis 1994 gehörte Özdemir dem Landesvorstand der baden-württembergischen Grünen an. Seine bundespolitische Karriere begann mit der Wahl in den Bundestag 1994. Er war der erste Bundestagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln. Als innenpolitischer Sprecher ab 1998 gehört der Fan des VfB Stuttgart zu den politischen Schwergewichten seiner Fraktion. 2002 trat Özdemir wegen der sogenannten Bonusmeilen-Affäre von seinem Bundestagsmandat zurück, doch schon ein Jahr später wählten die Grünen ihn mit klarer Mehrheit auf ihre Liste für die Europawahl. Von 2004 bis 2009 war Özdemir Mitglied des Europäischen Parlaments.
Zehn Jahre lang Vorsitzender der Bundespartei
Ökologisch-ökonomische und bildungs- sowie integrationspolitische Fragen sind seine Themen. Er machte sich auch einen Namen als engagierter Streiter für Grund- und Menschenrechte und gegen die Feinde der Demokratie.
Als Co-Vorsitzender führte Özdemir die Bundespartei von 2008 bis 2018. Er, dem auch politische Gegner ein großes Rednertalent attestieren, gewann bei der Bundestagswahl 2021 erstmals das Direktmandat in seinem Stuttgarter Wahlkreis. Bei der Bundestagswahl 2025 trat er nicht mehr an, um sich auf die baden-württembergische Landtagswahl 2026 konzentrieren zu können.
CDU: Manuel Hagel

Manuel Hagel ist seit 2023 Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg und zum ersten Mal Spitzenkandidat seiner Partei. Am 17. Mai 2025 wurde er in Stuttgart mit knapp 94 Prozent der Stimmen gewählt. Hagel soll nach 15 Jahren die CDU in ihrem einstigen „Stammland“ wieder in die Regierungszentrale führen. In seiner Rede kündigte Hagel eine Agenda 2036 für Baden-Württemberg an. Schwerpunkte seien die Bekämpfung der Wirtschaftskrise, Bürokratieabbau, mehr Forschung und das „Familienland Baden-Württemberg“.
Vom Generalsekretär über den Fraktionsvorsitz zum Landeschef
Der 37-jährige Hagel wurde in wenigen Jahren zur derzeitigen Nummer 1 der baden-württembergischen CDU. Sein Verhältnis zum CDU-Bundesvorsitzenden und Kanzler Friedrich Merz sowie zum Kanzleramtschef Thorsten Frei, der aus Baden-Württemberg stammt, gilt als gut.
2016 wählte die Landes-CDU Hagel zum Generalsekretär. Ebenfalls 2016 wurde er erstmals in den Stuttgarter Landtag gewählt. Seinen Wahlkreis Ehingen gewann Hagel mit dem landesweit besten Ergebnis aller CDU-Kandidaten. Als Generalsekretär war Hagel bei der Landtagswahl 2021 für den Wahlkampf der CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann zuständig. In der folgenden Legislatur wählte ihn die Landtagsfraktion zu ihrem neuen Vorsitzenden. 2023 wurde Hagel in Reutlingen zum neuen Landesvorsitzenden der CDU gewählt und damit zum Nachfolger von Thomas Strobl.
Sparkassen-Filialdirektor in Ehingen
Manuel Hagel ist im Mai 1988 in Ehingen (Donau) geboren und aufgewachsen. Nach der Mittleren Reife begann er 2005 eine Lehre als Bankkaufmann. Er bildete sich weiter zum Betriebswirt und war von 2014 bis 2016 Filialdirektor der Sparkasse Ulm in Ehingen. Mit 18 Jahren trat Hagel in die CDU ein. Er engagiert sich seit 2009 in Ehingen als Gemeinderat, seit 2014 ist er zudem Mitglied des Kreistags des Alb-Donau-Kreises.
Der CDU Kreisverband Alb-Donau-Ulm ist einer der größten CDU-Kreisverbände in Baden-Württemberg. Hagel war von 2019 bis 2023 Kreisvorsitzender. Von 2014 bis 2016 war er stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union.
SPD: Andreas Stoch

Andreas Stoch geht nach 2021 zum zweiten Mal als Spitzenkandidat der Landes-SPD ins Rennen. Auf dem Landesparteitag am 5. Juli 2025 in Fellbach stimmten 94,6 Prozent der Delegierten für den 55-Jährigen. Im Mittelpunkt von Stochs Wahlkampf stehen die Themen Wirtschaft, Bildung und bezahlbarer Wohnraum.
Bei der Landtagswahl 2021 erzielte die SPD mit 11 Prozent ihr schlechtestes Wahlergebnis seit Bestehen des Landes Baden-Württemberg. Mit dem Slogan „Andreas dreht das“ will der Jurist Stoch seine Partei wieder in die Regierungsverantwortung führen. Zuletzt war die SPD in Baden-Württemberg von 2011 bis 2016 Juniorpartner einer Grün-Roten-Koalition.
Einst Gegner des Kultusministers – dann selbst Kultusminister
Stoch ist seit Ende 2018 Landesvorsitzender seiner Partei und steht seit dem Frühjahr 2016 an der Spitze der SPD-Landtagsfraktion. In der grün-roten Regierungskoalition von 2011 bis 2016 war er ab 2013 Kultusminister des Landes Baden-Württemberg.
Stoch wurde im Oktober 1969 in Heidenheim geboren. Aufgewachsen ist der Fan des 1. FC Heidenheim in Giengen an der Brenz. Den Start seines politischen Werdegangs sieht er im Engagement gegen die seiner Meinung nach erzkonservative Bildungspolitik des damaligen CDU-Kultusministers Gerhard Mayer-Vorfelder.
17 Jahre für Heidenheim im Landtag
Stoch wurde mit 18 Jahren Juso-Kreisvorsitzender in Heidenheim und trat mit 20 Jahren in die SPD ein. Nach seinem Abitur und Zivildienst begann der Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Jura-Studium, danach arbeitete Stoch ab 1998 in einer Heidenheimer Anwaltskanzlei. Seine Zeit als Rechtsanwalt charakterisierte Stoch einmal als gute Vorbereitung auf die Politik – Gerechtigkeit falle nicht vom Himmel, sondern man müsse für sie streiten.
Stoch ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Seit 2001 ist er Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Heidenheim. 2009 rückte Stoch für den Wahlkreis Heidenheim in den Landtag nach, dem er zum Zeitpunkt der kommenden Wahl damit 17 Jahre angehören wird. Stoch war unter anderem Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Polizeieinsatz bei der Demonstration gegen Stuttgart 21 am sogenannten „Schwarzen Donnerstag“ im Jahr 2010. Seit 2019 ist der Sozialdemokrat auch im SPD-Bundesparteivorstand.
FDP: Dr. Hans-Ulrich Rülke

Dr. Hans-Ulrich Rülke ist zum dritten Mal Spitzenkandidat der FDP bei einer Landtagswahl in Baden-Württemberg. Er geht nach 2016 und 2021 erneut vom vordersten Listenplatz ins Rennen. Die FDP schneidet in Baden-Württemberg meist stärker ab als im Bund. 2021 erreichte die Partei mit 10,5 Prozent eines ihrer besten Landtagswahlergebnisse. Bei der Landesvertreterversammlung in Pforzheim am 5. Juli stimmten 88,9 Prozent der Anwesenden für ihn – designiert wurde er bereits im Sommer 2024.
Rülke, der im Oktober 1961 in Tuttlingen geboren ist, wird bei der Landtagswahl 64 Jahre alt sein und ist dann seit zwanzig Jahren Landtagsabgeordneter. Schon heute hat er die längste Amtszeit eines FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag vorzuweisen (seit 2009).
Bekannt für seine Rhetorik
Der Gymnasiallehrer wurde 2006 zum ersten Mal in den Stuttgarter Landtag gewählt. Er ist in der Landspolitik für seine scharfzüngige Rhetorik bekannt; ein Redebeitrag im Landtag, in dem er 2017 die AfD angriff, wurde zum Internet-Hit.
Als Lehramtsstudent für die Fächer Germanistik, Geschichte, Politik und Soziologie in Konstanz trat Rülke im Alter von 24 Jahren in die FDP ein. Er wurde 1991 promoviert und unterrichtete ab 1993 an einem Pforzheimer Gymnasium. Seit seinem Einzug ins Parlament ist er dort beurlaubt. Rülke ist leidenschaftlicher Tennisspieler, wohnt mit seiner Ehefrau in Pforzheim und ist Vater von drei erwachsenen Kindern.
Seit Anfang 2025 Landesvorsitzender
In der Politik engagiert sich Rülke seit 1999. Er ist Gemeinderat in seiner Heimatstadt und Kreisvorsitzender der FDP Pforzheim/Enzkreis. 2013 wurde er stellvertretender Landesvorsitzender der Liberalen. Nach dem Rückzug des Landesvorsitzenden Michael Theurer wurde Rülke im Januar 2025 zu dessen Nachfolger gewählt. Rülke gehört seit sieben Jahren auch dem Bundesvorstand der FDP an.
Bei seiner Nominierung als Spitzenkandidat kündigte Rülke an, mit klarem Kurs für Bürokratieabbau und „ohne linksgrüne Ideologie“ die FDP ins Wahljahr zu führen. Er rief das Ziel aus, wieder Teil der künftigen Landesregierung zu sein. Zuletzt waren die Südwest-Liberalen bis 2011 Juniorpartner in einer Koalition mit der CDU.
AfD: Markus Frohnmaier

Markus Frohnmaier ist Ministerpräsidenten-Kandidat der AfD für die Landtagswahl 2026. Auf dem Landesparteitag Ende Mai 2025 in Heilbronn stimmten die knapp 400 Delegierten bei einer Gegenstimme für den Böblinger Bundestagsabgeordneten. Anders als die übrigen Spitzenkandidierenden tritt Frohnmaier nicht für ein Landtagsmandat an. Er strebt ausschließlich das Amt des Ministerpräsidenten an. Laut Landesverfassung müsste er dazu von einer Mehrheit der Abgeordneten im Parlament gewählt werden. Für den Fall, dass er nicht Regierungschef wird, will er Bundestagsabgeordneter bleiben.
Frohnmaier geht mit einem „9-Punkte-Sofortprogramm“ ins Rennen. Die Kernpunkte lauten: Schluss mit der seiner Meinung nach toleranten Migrationspolitik, Ende der Klimaschutzpolitik und eine russlandfreundliche Außenpolitik.
Seit 2022 ist der Bundestagsabgeordnete auch Co-Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg der AfD, der vom Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird. Der 34-Jährige kam erstmals bei der Bundestagswahl 2017 über die baden-württembergische AfD-Landesliste in den Bundestag. Innerhalb der Partei, die das Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft hat (die Einstufung ist aufgrund eines laufenden Verfahrens derzeit ausgesetzt), gilt er als weit rechts stehend und als Unterstützer des als gesichert rechtsextrem eingestuften Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke. Frohnmaier ist auch ein enger Vertrauter von AfD-Parteichefin Alice Weidel. In der derzeitigen AfD-Bundestagsfraktion ist er einer von fünf stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und seit Anfang Juni deren außenpolitischer Sprecher.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz attestierte Frohnmaier in der Vergangenheit enge Verbindungen zur russischen Politik und zu rechtsextremen Verlagen. 2019 kam die Behörde zu dem Schluss, Frohnmaier legitimiere „Angriffe auf das staatliche Gewaltmonopol“. Auch habe er Kontakte zur rechtsextremen Identitären Bewegung.
Frohmaier ist Mitbegründer der Jungen Alternative Deutschland und war von 2015 bis 2018 deren Bundesvorsitzender. Die Jugendorganisation der AfD hat sich Ende März 2025 selbst aufgelöst, nachdem sie vom Bundesverfassungsschutz 2023 als gesichert rechtsextrem eingestuft wurde.
In Rumänien geboren, in Weil der Stadt aufgewachsen
Frohnmaier ist im Februar 1991 in Craiova (Rumänien) geboren. Er wurde zusammen mit seiner Zwillingsschwester als Kind von einem schwäbischen Ehepaar adoptiert und wuchs in Weil der Stadt-Schafhausen (Kreis Böblingen) auf.
Nach dem Hauptschulabschluss machte Frohnmaier auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur in Calw. 2011 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, das er nicht abschloss. Parallel dazu übernahm er unterschiedliche Positionen in der AfD. Frohnmaier ist mit einer russischen Journalistin verheiratet und hat zwei Kinder.
Die Linke: Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei

Die Linke hat mit Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei ein weibliches Spitzentrio für die Landtagswahl 2026 nominiert.
Kim Sophie Bohnen tritt für die Linke im Wahlkreis Heidelberg an und führt als Spitzenkandidatin auf Listenplatz 1 die Landesliste an. Die 26-Jährige ist in Itzehoe (Schleswig-Holstein) geboren und absolvierte 2017 nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Von 2020 bis 2024 studierte Kim Sophie Bohnen Politikwissenschaft und Soziologie mit Bachelor-Abschluss an der Uni Heidelberg. Seit der Bundestagswahl 2025 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bundestagsfraktion der Linken und gilt als enge Vertraute der baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten und Landesparteichefin Sahra Mirow.
Finanzierbares Wohnen als zentrales Anliegen
Bohnen macht die Wohnungs- und Mietenpolitik zu ihrem Kernthema. Ihr Ziel: Mieter:innen schützen statt Renditen sichern – für bezahlbares Wohnen in Baden-Württemberg.

Amelie Vollmer kandidiert im Wahlkreis Offenburg und gilt bei der Linken als Nachwuchskraft. Bei der Landtagswahl 2021 war sie mit 18 Jahren landesweit die jüngste Kandidatin. 2026 kandidiert Vollmer mit 23 Jahren auf Platz 2 der Landesliste.
Amelie Vollmer arbeitet als Büroangestellte und engagiert sich seit ihrer Schulzeit politisch. Mit 15 Jahren trat sie in die Linksjugend [’solid] ein, deren Mitglied sie eigenen Angaben zufolge auch heute noch ist. Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet linksextremistische Strömungen, Zusammenschlüsse und Teilstrukturen innerhalb der Partei „Die Linke", soweit sie tatsächlich aktiv sind. Darunter fällt auch die Linksjugend. Die 2003 geborene Gengenbacherin (Ortenaukreis) ist seit 2021 Co-Vorsitzende des Kreisverbands Die Linke Ortenau und gehört seit 2023 dem Landesvorstand ihrer Partei an.
Fokus auf soziale Themen
Als Kreissprecherin der Linken engagiert sie sich unter anderem gegen drohende Klinikschließungen in der Ortenau und war 2024 für den Offenburger Kommunalwahlkampf verantwortlich, als die Linke erstmals in den Gemeinderat einzog.
Für den Landtagswahlkampf setzt Amelie Vollmer auf soziale Themen wie bezahlbares Wohnen und feministische Akzente. „Wir wollen eine soziale und gerechte Politik für alle Menschen in Baden-Württemberg, in der Frauen gleichberechtigt mitbestimmen, auch im Parlament.“

Mersedeh Ghazaei, auf Listenplatz drei, kandidiert im Wahlkreis Stuttgart I. Die 28-Jährige wurde in Esslingen geboren und ist in Stuttgart aufgewachsen. Die Tochter iranischer Einwanderer ist seit 2023 in der Partei aktiv und Mitglied des Vorstands ihres Kreisverbands. Nach dem Abitur unterrichtete sie Deutsch als Fremdsprache für Geflüchtete. Aktuell absolviert sie an der Uni Stuttgart einen Master in Englisch und American Studies.
Parallel zu ihrem Studium arbeitet Ghazaei als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart.
Engagement für ein gerechtes Bildungssystem, Antirassismus und Friedenspolitik
Ein Schwerpunkt von Ghazaeis politischer Arbeit ist das Thema Bildungsgerechtigkeit: Bildung dürfe keine Frage der Herkunft oder des Geldbeutels sein. Sie fordert ein Bildungssystem, das fördert statt aussortiert. Darüber hinaus macht sie sich für Menschenrechte, Abrüstung und die Bekämpfung von Fluchtursachen stark. Rassismus und Ausgrenzung möchte sie überwinden.
Im baden-württembergischen Landtag möchte sie nach der Wahl als starke migrantische, feministische und junge linke Stimme in Erscheinung treten.
Die Landeslisten in Baden-Württemberg
Mindestens 120 Parlamentssitze gibt es bei der Wahl 2026 zu vergeben. 70 gehen an die Gewinnerinnen und Gewinner der Wahlkreise. Wer außerdem in den Landtag einzieht, entscheiden die Parteien mit den sogenannten Landeslisten. Hier finden Sie die bislang bekannten Listen der Parteien.
Autor: Axel Graser für die LpB BW, Stand: September 2025



