Themenkompass zur Landtagswahl 2026

Bildung und Wissenschaft

Was steht in den Wahlprogrammen der Parteien?

Hier findest Du zentrale Aussagen aus den Wahlprogrammen kompakt und übersichtlich nebeneinandergestellt. Die Reihenfolge der Parteien richtet sich nach dem Wahlergebnis der Landtagswahl 2021.

Detailliertere Informationen zu den Standpunkten und Vorhaben der einzelnen Parteien finden sich in den Zusammenfassungen der Wahlprogramme.

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Frühkindliche Bildung

Sozial gestaffelte Kita-Gebühren. Verbindliches und gebührenfreies letztes Kita-Jahr

Die Grünen wollen mit sozial gestaffelten Kita-Gebühren für mehr Gerechtigkeit sorgen. Langfristiges Ziel ist die gebührenfreie Kita. Kurzfristig sollen zusätzliche Landesmittel Beitragserhöhungen begrenzen. Ein verbindliches und gebührenfreies letztes Kita-Jahr soll eine gute Vorbereitung auf den Schulstart ermöglichen.

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Kostenfreies Pflicht-Kita-Jahr und obligatorische Früherkennungsuntersuchungen

Die CDU spricht sich für ein verpflichtendes und kostenfreies letztes Kita-Jahr aus, damit Kinder mit soliden Grundlagen eingeschult werden. Kitas in „herausfordernden sozialen Lagen“ sollen finanziell stärker gefördert werden. Staatliche Transferleistungen möchte die CDU an die verbindliche Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen koppeln.

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Gebührenfreie Kitas und verpflichtendes letztes Kita-Jahr

Die SPD möchte Kitas durchgängig gebührenfrei machen. Das letzte Kita-Jahr soll zur guten Vorbereitung auf die Schule verpflichtend werden. Sprachkitas und die Ganztagesbetreuung sollen ausgebaut werden. Zudem verspricht die SPD den Kitas faire Arbeitsbedingungen und eine verbesserte finanzielle Ausstattung.

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Mix aus kommunalen und freien Trägern

Die FDP setzt in Kitas auf Entbürokratisierung, mehr Personal und größere Wahlfreiheit für Eltern. Fachkräfte sollen von nichtpädagogischen Aufgaben entlastet werden. Bei den Einrichtungen für frühkindliche Betreuung setzt die FDP aus einen Mix aus kommunalen und freien Trägern. Sprachförderung möchte sie als Schwerpunkt der frühkindlichen Bildung stärken.

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Skepsis gegenüber staatlicher Kinderbetreuung. Stärkung der Kindertagespflege

Die AfD äußert grundsätzliche Skepsis gegenüber der staatlichen Kinderbetreuung. Ein von anderen Parteien gefordertes Kita-Pflichtjahr lehnt sie ab. Fördern möchte sie hingegen die Kindertagespflege und verweist auf Vorteile wie „verlässliche Bezugspersonen“, flexible Betreuungszeiten und kleine Gruppen.

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Gebührenfreie Kita-Ganztagesbetreuung

Die Linke fordert einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz in Wohnortnähe. Ganztagsbetreuung soll gebührenfrei sein. Kitas sollen durch kleinere Gruppen, mehr Fachkräfte sowie eine bessere und faire Bezahlung des Personals gestärkt werden.

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Schule

Gemeinschaftsschulen, Sprachförderung und bedarfsgerechte Förderung für mehr Bildungsgerechtigkeit

Die Grünen kritisieren den Zusammenhang zwischen Bildungschancen und sozialer Herkunft. Ihre Forderung: Alle Schüler:innen sollen auf ihrem Bildungsweg bedarfsgerecht begleitet werden. Dabei setzen die Grünen auf Gemeinschaftsschule, Ganztagsbetreuung und Sprachförderung. Stärken möchten sie die Berufsorientierung sowie Demokratie-, Medien- und Finanzbildung.

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Dreigliedriges Schulsystem und verbindliche Grundschulempfehlung

Die CDU wirbt für ein dreigliedriges Schulsystem aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Der Elternwille, die Empfehlung des Klassenlehrers und das Ergebnis eines Tests sollen die Grundlage für die verbindliche Grundschulempfehlung bilden. Die CDU bekennt sich zum Leistungsparadigma. MINT-Fächer möchte sie stärken, die Smartphone-Nutzung an Schulen verbieten.

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Zweisäulen-System aus Gymnasium und weiterentwickelter Gemeinschaftsschule

Die SPD plädiert für ein zweigliedriges Schulsystem aus Gymnasium und weiterentwickelter Gemeinschaftsschule. Beide sollen das Abitur ermöglichen und individuelle Förderung erlauben. Inhaltlich möchte die SPD KI-Kompetenzen, Demokratiebildung und das Fach Gemeinschaftskunde stärken.

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Gegliedertes Schulsystem, Leistungsprinzip und verbindliche Grundschulempfehlung

Die FDP setzt auf ein gegliedertes Schulsystem mit verbindlicher Grundschulempfehlung und Leistungsprinzip. Noten und Sitzenbleiben sollen erhalten bleiben. Schulen sollen von mehr Autonomie, weniger Bürokratie und besserer Personalplanung profitieren. Lehrpläne sollen stärker digitale, wirtschaftliche und politische Bildung sowie Berufsorientierung betonen. 

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Pro gegliedertes Schulsystem. Schulpflicht soll zu  „Bildungspflicht“ werden

Die AfD befürwortet ein durchlässiges gegliedertes Schulsystem und möchte insbesondere die Realschule stärken. Aus der Schulpflicht soll eine „Bildungspflicht“ mit der Möglichkeit zum Homeschooling werden. Die derzeitigen Lehrinhalte bezeichnet sie als „ideologisiert“ − Begründungen nennt sie nicht. Mehr Bedeutung wünscht sie sich für Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer.

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Gemeinsames Lernen bis Klasse 10. Elternwahlrecht statt Grundschulempfehlung

Die Linke will Schule ganzheitlich ausrichten: Persönlichkeitsentwicklung, kritisches Denken und Demokratie statt Notenfixierung. Schulbesuch inkl. Ganztag und Mittagessen sollen kostenfrei sein. Die Partei fordert längeres gemeinsames Lernen bis Klasse 10, setzt auf Elternwahlrecht statt Grundschulempfehlung. Besuche der Bundeswehr an Schulen lehnt sie ab.

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Studium & Wissenschaft

Mehr Geld für Studierendenwerke und Forschung zu „Schlüsseltechnologien“

Die Grünen wollen die Landeszuschüsse für Studierendenwerke erhöhen und Studiengebühren für ausländische Studierende abschaffen. Ideen aus der Forschung möchten sie schneller auf den Markt bringen und haben hierbei besonders „Schlüsseltechnologien“ wie Künstliche Intelligenz im Blick. Positive Impulse erhoffen sie sich von der Anwerbung internationaler Spitzenforscher:innen.

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Neue Landesuniversität mit Schwerpunkt KI, Förderung von Spitzenforschung und Abschaffung der Zivilklauseln

Die CDU fordert die Gründung einer zehnten Landesuniversität mit Schwerpunkt Künstlicher Intelligenz. Mehr Investitionen verspricht sie für Studierendenwerke. Anreize wie Mentoringprogramme oder Stipendien sollen Talente nach dem Studium in Baden-Württemberg halten. Stärken möchte die CDU die Forschung im Bereich der „Spitzentechnologien“. Zivilklauseln sollen abgeschafft werden. 

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Abschaffung der Studiengebühren. Verdopplung der Wohnheimplätze und Anwerbeprogramm für internationale Wissenschaftler:innen

Die SPD will alle Studiengebühren abschaffen. Investieren möchte sie in die Studierendenwerke und verspricht eine Verdopplung der Wohnheimplätze. Über Anreizprogramme sollen internationale Wissenschaftler:innen angeworben werden. Kleine und mittlere Unternehmen sollen verbesserten Zugang zur Forschungsinfrastruktur erhalten. Gründungen sollen erleichtert werden.

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KI-Exzellenzinitiative, zehnte Landesuniversität und Einführung nachlaufender Studiengebühren

Die FDP will Hochschulen langfristig absichern und plant dafür mehrjährige Finanzierungsverträge sowie nachlaufende Studiengebühren. Sie spricht sich für mehr militärische Forschung aus, will Zivilklauseln abschaffen und Baden-Württemberg zu einem international attraktiven Wissenschaftsstandort für Spitzenforschung und Talente machen. Geplant sind zudem eine landesweite KI-Exzellenzinitiative, eine neue KI-Universität und die Etablierung gründungsfreundlicher „Freiheitszonen“.

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Mehr Autonomie für Unis und Hochschulen. Vergabe finanzieller Mittel nach ökonomischen Kriterien

Die AfD fordert mehr Autonomie für Unis und Hochschulen. Quoten und Beauftragte (z. B. für Antidiskriminierung) möchte sie abschaffen. Aufgrund eines identifizierten erhöhten Bedarfs an Arbeitskräften aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaft, Technik und KI möchte sie entsprechende Studiengänge finanziell bevorzugt behandeln.

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BAfÖG-Erhöhung, Zivil-ökologische Klausel und Abschaffung aller Studiengebühren

Ein Studium soll für alle finanzierbar sein, besonders für Erstakademiker:innen. Die Linke fordert ein elternunabhängiges, höheres BAföG, die Abschaffung von Studiengebühren und des Numerus clausus. Eine zivil-ökologische Klausel soll Rüstungs- und klimaschädliche Forschung an Hochschulen verbieten.

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Auf dieser Seite aufgeführt sind die derzeit im Landtag vertretenen Parteien sowie alle Parteien, die in aktuellen Wahlumfragen bei 3,5 Prozent oder mehr stehen. 

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