Themenkompass zur Landtagswahl 2026

Gesundheit und Familie

Was steht in den Wahlprogrammen der Parteien?

Hier findest Du zentrale Aussagen aus den Wahlprogrammen kompakt und übersichtlich nebeneinandergestellt. Die Reihenfolge der Parteien richtet sich nach dem Wahlergebnis der Landtagswahl 2021.

Detailliertere Informationen zu den Standpunkten und Vorhaben der einzelnen Parteien finden sich in den Zusammenfassungen der Wahlprogramme.

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Unterkategorien

Gesundheit

Unterstützung für Medizinische Versorgungszentren, Initiativen für mehr Ärzte

Gesundheit wollen die Grünen „in allen Politikfeldern“ mitdenken, nach dem Motto „digital und präventiv vor ambulant, ambulant vor stationär“. Sie wollen sich für eine verlässliche Finanzierung der Krankenhausbehandlung einsetzen, Medizinische Versorgungszentren unterstützen und planen Initiativen für mehr Haus-, Land- und Landkinderärzte. Die Hebammenversorgung und die Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen wollen die Grünen verbessern.

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Modernere Krankenhäuser und flächendeckende medizinische Versorgung

Die CDU will die Krankenhausversorgung modernisieren und fordert mehr Investitionsförderung für Krankenhäuser. Für eine flächendeckende und wohnortnahe medizinische Versorgung sollen mehr Ärztinnen und Ärzte ausgebildet und die Landarztquote erhöht werden. Die CDU will Prävention stärken und leicht zugängliche Vorsorgeangebote ausbauen. Medizinische Forschung will die CDU in Baden-Württemberg stärken und den öffentlichen Gesundheitsdienst modernisieren.

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Deutlich mehr Geld für Krankenhäuser geplant

Ziel der SPD ist eine gute Gesundheitsversorgung, die am Allgemeinwohl und nicht an Wirtschaftlichkeit ausgerichtet ist. Das Budget für Krankenhäuser soll deutlich steigen. Ein Krankenhaus mit Grundversorgung solle binnen 30 Minuten erreichbar sein und Geburtshilfe flächendeckend vorhanden. Die Besetzung der Kassenarztsitze habe „höchste Priorität“. Einen Schwerpunkt legt die Partei auf einen starken öffentlichen Gesundheitsdienst und mehr Prävention.

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Mehr ambulante Versorgung und neue Leitstelle statt Notruf geplant

Die FDP will ein Gesundheitswesen, das auf Freiberuflichkeit, Eigenverantwortung und Innovation setzt. So sollen Praxisgründungen einfacher werden. Das Landärzteprogramm will die FDP ausbauen und fordert einen „Pakt für die kinder- und jugendärztliche Versorgung“. Baden-Württemberg soll Pionierland für neue Formen häuslicher Versorgung statt stationärer Aufenthalte werden. Statt eines klassischen Notrufs will die FDP eine Gesundheitsleitstelle.

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„Echte Reform“ des Gesundheitssystems angekündigt

Die AfD kündigt eine „echte Reform“ des Gesundheitssystems an, welche die medizinische Versorgung über ökonomischen Kriterien priorisiere. Eine leistungsfähige Krankenhaus-Infrastruktur ist aus Sicht der Partei staatliche Aufgabe. Die Niederlassung von Ärzten und Ärztinnen im ländlichen Raum und in strukturschwachen Regionen will die AfD fördern. Den Beruf des Heilpraktikers will die AfD schützen und Hebammen von hohen Haftpflichtprämien entlasten. 

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Gegen Krankenhausschließungen, für eine einheitliche Versicherung

Die Linke fordert, das „kapitalistische Wettbewerbs- und Profitprinzip“ im Gesundheitswesen abzuschaffen. So will sie sich für eine einheitliche Gesundheits- und Pflegeversicherung für alle einsetzen. Krankenhausschließungen lehnt die Partei ab, die Landeskrankenhausplanung will sie neu ausrichten. Polikliniken, solidarische Stadtteilgesundheitszentren, ein Hausarztaktionsprogramm und mobile Kliniken im ländlichen Raum sind weitere Punkte des Linken-Wahlprogramms.

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Pflege

„Pakt der Pflege“ soll Angehörige unterstützen und professionelle Pflege stärken

Die Grünen kündigen einen „Pakt der Pflege für Baden-Württemberg an“, für eine bessere Versorgung vor Ort. Die professionelle Pflege wollen die Grünen „auf allen Ebenen stärken“, pflegende Angehörige wollen sie besser unterstützen. Für Gesundheitsberufe solle Schulgeldfreiheit gelten.

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Für wohnortnahe und bezahlbare Pflege

Hochwertige Pflege soll aus Sicht der CDU wohnortnah und bezahlbar bleiben. Der Pflegeberuf soll durch bessere Karrierewege, moderne Ausbildung und gezielte Weiterbildungen attraktiver werden, zudem fordert die Partei faire Löhne. Pflege zu Hause will die CDU gezielt unterstützen. 

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Mehr ambulante und quartiersnahe Versorgungsformen

Die SPD legt bei der Pflege den Schwerpunkt auf eine landesweit abgestimmte Pflegeplanung sowie auf den Ausbau ambulanter und quartiersnaher Versorgungsformen. Dem Fachkräftemangel will sie mit auskömmlich finanzierten Ausbildungsstellen und digitalisierter Dokumentation begegnen.

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Weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in der Pflege

Die FDP will in der Pflege einen Kurswechsel hin zu mehr Vertrauen, Praxistauglichkeit und finanzieller Nachhaltigkeit. Dazu will sie das Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz umstrukturieren und entbürokratisieren. Pflegekräfte sollen mehr Kompetenzen und eine bessere Vergütung erhalten.

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Mehr Bezahlung für Pflegekräfte und Unterstützung für Angehörige

Dem Personalmangel in der Pflege will die AfD mit mehr Bezahlung, weniger Bürokratie und mehr Pflegehilfskräften begegnen. Die Pflege zu Hause sieht sie aus finanziellen und sozialen Gründen als vorteilhaft. Daher will sie pflegende Angehörige unterstützen und mehr Kurzzeitpflegeplätze schaffen.

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„Pflegerevolution“ soll Pflegende und Angehörige entlasten

„Wir brauchen eine Pflegerevolution“, schreibt die Linke. Sie fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen und eine wohnortnahe Pflegestruktur für alle Lebensphasen. Pflegende Angehörige will sie finanziell entlasten und auch durch mehr Kurzzeitpflegeplätze besser absichern.

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Familie

„Kinder- und familienfreundliche Gesellschaft“ als Ziel, mehr Beratung für Eltern

Ihr Ziel sei „eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft“, erklären die Grünen. Bei der Wahl ihres Lebens- und Arbeitsmodells bräuchten Familien „echte Wahlfreiheit“. Dafür will die Partei Kinder- und Familienzentren mit Beratungsangeboten ausbauen. Die Partei plant landesweite Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut und will Kinderschutz in den digitalen Raum übertragen.

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Auch digitale Unterstützung für „gelingendes Familienleben“

Die CDU will Wahlfreiheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein gelingendes Familienleben ermöglichen. Die Erziehungshoheit der Eltern will die CDU schützen. Zur Unterstützung soll es neben Familienstützpunkten ein digitales Portal geben. Das Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut will die CDU ausbauen und einen Masterplan Kinderschutz erarbeiten.

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Familienfreundliche Infrastruktur und Arbeitszeitmodelle

Die SPD will Familien mit familienfreundlicher Infrastruktur und der Familienförderstrategie unterstützen. In eigenen Institutionen soll das Land familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anbieten und Alleinerziehende unterstützen. Über eine Familien-App soll es niedrigschwellige Angebote geben. Einheitliche Standards und Schutzkonzepte sollen den Kinderschutz stärken.

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Matching-System in der Kinderbetreuung

Aus Sicht der FDP sollen alle Menschen frei entscheiden können, wie sie ihre Familie gestalten wollen. Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf plant die Partei ein digitales Matching-System, bei dem Familien, Betreuungsangebote und Personal gemeinsam geplant werden. Ein Landesförderprogramm soll bei einer Kinderwunschbehandlung finanziell unterstützen.

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„Leitbild der Kernfamilie“ aus Vater, Mutter, Kindern

Die AfD bekennt sich laut Wahlprogramm zum „Leitbild der Kernfamilie, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht“. Sie erkenne aber an, dass nicht alle Kinder so aufwachsen. Die Partei beklagt eine zunehmende staatliche Einmischung in innere Angelegenheiten der Familie. Mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und mehr familienfreundlichen Wohnraum gehören zu den Forderungen der AfD.

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Sorgezentren in allen Dörfern und Städten geplant

Für Sorgearbeit generell – Pflege, Betreuung, Gesundheit – stellt die Linke das Prinzip der Sorgenden Städte vor. Wer Sorgearbeit leistet, soll überall im Land Sorgezentren finden, die Beratung, Unterstützung und Austausch bieten. Speziell für Familien will die Linke kinderfreundliche Mobilität, Kultur- und Sportangebote und mehr Förderung. Kinderrechte sollen aus Sicht der Partei in die Landesverfassung.

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Auf dieser Seite aufgeführt sind die derzeit im Landtag vertretenen Parteien sowie alle Parteien, die in aktuellen Wahlumfragen bei 3,5 Prozent oder mehr stehen. 

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