Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU
Die neue Landesregierung und was sie vorhat

Die Grünen und die CDU haben sich nach der Landtagswahl 2026 auf eine neue gemeinsame Landesregierung für Baden-Württemberg geeinigt.
Dies ist aber nicht einfach eine Fortsetzung der Koalition, die seit 2016 in Baden-Württemberg entscheidet. Zum einen ist der Ministerpräsident neu: Cem Özdemir soll auf Winfried Kretschmann folgen, der nach 15 Jahren im Amt nicht erneut zur Wahl angetreten war. Zum anderen haben sich die Kräfteverhältnisse deutlich verändert: Beide Parteien sind mit gleich vielen Mandaten im Landtag vertreten, auch wenn die Grünen die Wahl knapp gewonnen hatten.
Die Zusammensetzung des Kabinetts soll diesen neuen Verhältnissen Rechnung tragen: Die Grünen besetzen neben dem Ministerpräsidenten nur noch fünf weitere Ministerien, die CDU sechs. Und auch im Koalitionsvertrag finden sich Kernthemen beider Parteien.
Wer in Baden-Württemberg künftig Ministerin und Minister sein soll und welche Inhalte der Koalitionsvertrag ankündigt, darüber informiert diese Seite, sobald die entsprechenden Informationen vorliegen.
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Die Landesregierung
Ministerinnen und Minister nach der Landtagswahl 2026
Der Koalitionsvertrag legt fest, welche Ministerien es künftig in Baden-Württemberg geben soll – und welche Partei diese Ressorts besetzt. Inzwischen ist auch bekannt, wer künftig die Ministerien leiten soll.
Wer besetzt welches Ministerium?
Die Verteilung zwischen Grünen und CDU
Die neue Landesregierung soll laut Sitzungsplan am Mittwoch ins Amt kommen.
Unter den designierten Ministerinnen und Minister sind einige bekannte Namen. Mit Danyal Bayaz, Thekla Walker, Petra Olschowski und Nicole Hoffmeister-Kraut behalten vier Minister:innen aus dem vorigen Kabinett ihr Ressort. Auch Theresa Schopper, Nicole Razavi und Marion Gentges waren schon von 2021 bis 2026 Teil der Landesregierung, allerdings in anderen Ministerien.
GRÜNE | CDU | ||
|---|---|---|---|
| Ressort | Person | Ressort | Person |
| Ministerpräsident mit Staatsministerium [1] | Cem Özdemir | stv. Ministerpräsident, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa | Manuel Hagel |
| Ministerium für Finanzen | Danyal Bayaz | Ministerium der Justiz und für Migration | Moritz Oppelt |
| Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft | Thekla Walker | Ministerium für Kultus | Andreas Jung |
| Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst | Petra Olschowski | Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus | Nicole Hoffmeister-Kraut |
| Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit | Oliver Hildenbrand | Ministerium für Verkehr | Nicole Razavi |
| Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen | Theresa Schopper | Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat | Marion Gentges |
[1] Die Grünen besetzen auch das Amt des Bevollmächtigten des Landes Baden-Württemberg beim Bund sowie eine Staatsrätin bzw. einen Staatsrat
Außerdem regelt der Koalitionsvertrag: Die Grünen behalten das Amt des Ministerpräsidenten über die gesamte Legislaturperiode hinweg – auch dann, wenn z.B. einzelne Abgeordnete die Fraktion wechseln und sich damit die Mehrheitsverhältnisse im Landtag ändern sollten.
Der Koalitionsvertrag 2026
Was Grüne und CDU für Baden-Württemberg planen
„Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ nennen Grüne und CDU ihren dritten gemeinsamen Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg. Mehr als 160 Seiten ist das Dokument lang, in dem beide Parteien die Grundlagen für ihre Regierungszusammenarbeit legen.
Sowohl die Grünen als auch die CDU haben bei Parteitagen am 9. Mai dem Vertrag zugestimmt.

Koalitionsvertrag „Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“
zum Download auf der Website der Grünen Baden-Württemberg (PDF) bzw. der CDU Baden-Württemberg (PDF).
In den kommenden Tagen veröffentlichen wir auf dieser Seite einen Überblick zu den wichtigsten Inhalten des Koalitionsvertrags.





