Die Bevölkerung

Foto: LMZ Baden-Württemberg

Stand: Oktober 2017

Die Bevölkerung in Baden-Württemberg ist in der Vergangenheit rasant gewachsen: Um 1900 wohnten rund 4,1 Millionen Menschen im Bundesland, Ende 1952 waren es bereits 6,7 Millionen – und heute sind es über 10,9 Millionen (2016). Mit 50,9 Prozent sind es dabei etwas mehr Frauen, als Männer.


Mehr zur Demographie


Nach einer Zeit der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung im Südwesten, hat sich dieser Trend wieder gewendet. Seitdem Baden-Württemberg im Jahr 2011 mit 10.512.000 Einwohnern die geringste Bevölkerungsdichte seit Anfang der 90er Jahre erreicht hatte, steigen die Einwohnerzahlen nun wieder langsam an. So haben 2016 rund 10,925 Millionen Menschen im Bundesland gewohnt. Das sind so viele, wie noch nie in der Geschichte des Landes.

Ursache des vorrübergehenden Rückgangs war vor allem das wachsende Geburtendefizit, also die Differenz zwischen Geborenen und Gestorbenen. Zwar ist dieses seit 2013 wieder niedriger geworden, doch lenkt dieser Trend nicht von der Tatsache ab: Baden-Württemberg würde ohne Zuwanderung weiter schrumpfen. Obwohl weiterhin viele Menschen wegziehen, kommen inzwischen durch Zuwanderung deutlich mehr Menschen hinzu. So ist die ausländische Bevölkerung 2016 um 120 500 Personen im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.


Mehr zum Thema Migration


Derzeit leben rund 1,7 Millionen Menschen im Land, die keinen deutschen Pass haben. Auf die Gesamtbevölkerung gesehen sind das rund 15 Prozent. Somit hat Baden-Württemberg den größten Migrantenanteil unter den deutschen Flächenländern. Im Jahr 2013 haben Menschen mit mehr als 170 Nationalitäten im Bundesland gelebt, die über 200 verschiedene Sprachen gesprochen haben.

Das Statistische Landesamt geht in einer Vorausrechnung davon aus, dass 2024 etwa 11,14 Millionen Menschen im deutschen Südwesten leben werden. Den prozentualen Anteil der über 85-jährigen gibt das Amt in seiner Rechnung als fast doppelt so hoch an wie noch 2014. Schon jetzt ist jeder fünfte Einwohner von Baden-Württemberg über 65 Jahre alt.

Die räumliche Bevölkerungsverteilung

Die Größenunterschiede zwischen den Kommunen im Land sind beachtlich. Zwar hat die Gemeindereform zu Beginn der 1970er Jahre die Zahl der Kommunen auf rund ein Drittel reduziert. Trotzdem gibt es aber unter den 1.102 Kommunen des Landes noch über achtzig mit weniger als 1.000 Einwohnern. Auf der anderen Seite zählen neun baden-württembergische Städte zu den bundesdeutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern: An der Spitze steht die Landeshauptstadt Stuttgart mit 602 304 Einwohnern, gefolgt von Mannheim (317.744) und Karlsruhe (307.263) (Stand Dez. 2015).

Fast jeder fünfte Baden-Württemberger lebt in einer Großstadt. Die meisten Baden-Württemberger – etwa sechzig Prozent – leben aber in den rund 500 Kommunen mit zwischen 5.000 und 50.000 Einwohnern. Mit Abstand am dichtesten besiedelt sind die industriellen Ballungsräume im Land, allen voran die Region Stuttgart. Es folgen die Regionen Mittlerer Oberrhein und Unterer Neckar. Am wenigsten Einwohner je Quadratkilometer haben die Regionen Heilbronn-Franken, Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller. Während in der Region Stuttgart durchschnittlich rund 730 Menschen pro Quadratkilometer leben, sind es in der Region Donau-Iller nur rund 170. Auf das ganze Land gesehen leben etwa 300 Menschen pro Quadratkilometer. Im innerdeutschen Vergleich der Länder liegt Baden-Württemberg damit auf Rang fünf.

Nach oben

 

Informationsbroschüre

 

Baden-Württemberg - ein Porträt in Zahlen 2016

eine Broschüre des Landesamts für Statistik

zur Broschüre

 
 
 
 
 

Charta der Vielfalt

 

Seit 2012 ist Baden-Württemberga als zwölftes Bundesland Mitglied der "Charta der Vielfalt". Hinter diesem Namen steht ein Manifest sowie ein Wirtschaftsverband, der sich für ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen einsetzt. Schirmherrin der Charta ist Angela Merkel.

Charta der Vielfalt